Lawinenbericht

vom 23.01.2018 um 17:18 Uhr

Wenige spontane Lawinen. Aber heikel für den Skifahrer!

Der erst schöne Tag ist unfallträchtig, weil die Schneedecke in sehr steilen Hängen, vor allem im kammfernen Höhenbereich 1600 bis 2200 m wegen einer eingeschneiten Reifschicht noch störanfällig ist. Bereits das Gewicht einer Person kann ausreichen um zumeist kleinere Schneebretter auszulösen. Spontane Lawinen werden hingegen deutlich seltener. Möglich sind einzelne, mitunter größere Gleitschneelawinen und oberflächliche Neuschnee- bzw. kleinere Nassschneelawinen aus extrem steilen Zonen. Es herrscht vebreitet GROßE (4) Lawinengefahr, in den Lungauer Nockbergen ist sie ERHEBLICH (3). Sehr heikle Situation abseits des gesicherten Schiraums! Schneebrettlawinen sind sehr leicht, bereits durch die Zusatzbelastung eines einzelnen Wintersportlers, auslösbar! Betroffen sind alle Hangrichtungen. Am kritischsten dürfte der Höhenbereich zwischen 1600 und 2200 m und insbesondere auch lichter Hochwald sein. Die Möglichkeiten sind allgemein stark eingeschränkt! Dazu kommt das Risiko spontaner Lawinen: Aus Rinnen aller Richtungen sowie aus stark Triebschnee beladenen Hängen (insb. N-O-S), kammnah wie kammfern, sind einige kleine bis mittlere und vereinzelt auch große Abgänge möglich! Sie können Staubanteil und große Reichweiten entwickeln. Exponierte Verkehrswege können bedroht sein. Auf extrem steilen Grasmatten unterhalb ca. 2100 m sind zudem auch Gleitschneelawinen und in tiefen Lagen auch nasse Lockerschneelawinen möglich.